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édition bon(n)orgue

 

 Die Welt der guten Orgelmusik und Mehr aus Bonn


 

 

Neuerscheinungen II/2016

In kurzem Abstand zur Erstveröffentlichung der Orgelbearbeitung von Anton Bruckners 4. Symphonie erscheinen im Frühjahr 2016 zwei weitere Orgeltranskriptionen des jüngeren Bruckner. Auch die Frühwerke des Linzer Meisters geben einzelne unverwechselbares Zeugnis vom musikalischen Gestus Bruckners en miniature. Der Marsch d-moll für Orchester entstand 1861/63, in denen Bruckner in Linz. Er läßt in seinem markanten Marschthema sowie in seinem lyrischen Mittelteil bereits den späteren Symphoniker erkennen. Als Postludium bereichert es das Orgelrepertoire um einen wahren Bruckner. Die Orgelbearbeitung der Klavierkomposition „Stille Betrachtung an einem Herbstabend“ vom 10. Oktober 1863 erweist sich als eine ergreifende Meditation von berückender Schönheit: „Musik gewordene Stille“.

 

Der Komponist Vassily Lobanov (* 1947) gilt als einer der bedeutendsten russischen Komponisten der Gegenwart. Zu seinen Kompositionen zählen u.a. Opern, symphonische Werke, Konzerte sowie Kammer-, Klavier- und Vokalmusik. Sein Lehrer Alfred Schnittke, der zu den größten Komponisten des 20. Jahrhunderts gezählt wird, sagte über Lobanov: „Es gibt begabte Komponisten, es gibt begabte Pianisten, aber selten findet man solch eine Kongenialität dieser Begabungen wie bei Vassily Lobanov.” Die „2 Stücke für Orgel“ sowie die „Toccata“ wurden im Jahr 2015 komponiert und sind die ersten Werke, die Vassily Lobanov für die Orgel geschrieben hat und erweitern das Repertoire um zeitgenössische Orgelmusik von hohem Rang.

 

Neuerscheinungen I/2016

 

Mit Anton Bruckners 4. Symphonie Es-Dur, der sog. "Romantische" erscheint erstmals eine vollständige Orchestersymphonie des großen österreichischen Symphonikers in einer glänzenden Orgelübertragung von Thomas Schmögner. Damit wird das bekannte Ondit unter Beweis gestellt, daß Bruckner das Orchester weithin wie ein Orgel behandelte. Ein Monumentalwerkt von überwältigender Wirkung.

 

2016 jährt sich der Todestag von Jean Langlais zum 25. mal. Aus diesem Anlass erscheint bei édition bon(n)orgue eine Rarität der besonderen Art. 1936 hatte Langlais zwei seiner berühmtesten Orgelkompositionen - La Nativité und sein TE DEUM - zu einer Orchesterfassung umgearbeitet. Unter dem Titel Diptyque Symphonic Sacré macht Marie-Louise Langlais diese beiden Glanzlichter im Werke Langlais nunmehr der Öffentlichkeit zugänglich.

 

Neuerscheinungen 2015 

 

1926 nahm Louis Vierne, der legendäre Titulaire von Notre-Dame, die Einladung zu einer Konzertreise nach Amerika. Den hohen Erwartungen suchte er mit einer Komposition für Orgel und Orchester Rechnung zu tragen. Zu diesem Zweck entnahm er seinen ersten drei Orgelsymphonien je einen Satz – das Scherzo aus der 2., das Adagio aus der 3. und das Final aus der 1. Symphonie – und fügte diese zu einem Pièce Symphonique zusammen. Vierne selbst übernahm den Orgelpart bei den beiden Aufführungen in den USA während seiner Tournee 1927 und ein weiteres Mal 1929 bei der Pariser Uraufführung im Trocadero-Palast. Im Druck erschien seinerzeit nur das Adagio. Mit vorliegender Ausgabe legt edition bon(n)orgue nunmehr dieses Pièce Symphonique erstmals im Druck vor.

 

Joseph Callaerts, Organist an Notre-Dame in Antwerpen, wird mit seinem beeindruckenden Orgelwerk in den letzten Jahren zunehmend rezipiert. Sein niemals im Druck erschienenes Orgelkonzert wurde 1885 komponiert. Zwei historische Aufführungen (1886, 1901) sind bezeugt, die dritte erfolgte a, 5. Mai 2001 im Rahmen des 11. Internationalen Orgelfestes in der St. Elisabeth-Kirche in Bonn. Seine erneute Aufführung im Rahmen des III. Bonner Orgelfestes 2015 am gleichen Ort bot den hinreichenden Anlaß, dieses überaus reizvolle Werk im Druck vorzulegen.

 

Das Bemühen, das Œuvre der großen Vermittlerpersönlichkeit Edouard Batiste wieder in Erinnerung zu rufen, wird in diesem Frühjahr weitergeführt mit der Publikation der „Deux Communions, op. 4“, deren zweite zu einem vielfach für andere Besetzungen übertragenen Erfolgswerk wurde. Der Chœur d’Oberon/Marche solennelle d’Hamlet bilden zwei weitere weithin unbekannt gebliebene Transkriptionen aus seiner Hand. Insbesondere die Weber-Übertragung erschließt den Meister des Freischützes in seiner melodischen Genialität in kongenialer Weise für die Orgel. Das prächtige Offertoire, op. 3, bildet, soweit ersichtlich, die erste publizierte Orgelkomposition Batistes und ist schon deswegen von besonderem Interesse.

 

Vincent d’Indy, neben César Franck eine der bedeutenden Persönlichkeiten der Pariser Musikszene, hat ein ebenso überschaubares wie hohem Maße interessantes Orgelwerk hinterlassen, das nunmehr Œuvre integrale im Zusammenhang veröffentlicht wird. Der Choral varié, op. 55, ursprünglich für Saxophon und Orchester komponiert, entfaltet den „Choral mit viel Fantasie“ (César Franck) in unterschiedlichen Stilen, Rhythmen und Harmonien zu einem höchst eigenständigen musikalischen Edelstein.

 

Jean-Marie Plum, das fromme, scheue, Zeit seines Lebens kränkelnde und eher zurückgezogene Mitglied der Ordensgemeinschaft der Frères Serviteurs de Sainte Marie in Brüssel hat großes und qualitativ hochwertiges Orgelwerk hinterlassen. Seine Symphonie Eucharistique, op. 115, bezeugt diese Feststellung wie seine 3. Orgel-Toccata „Big Ben“, op. 154 – die ihren besonderen Reiz in Gegenüberstellung zu Louis Vierne’s berühmten Carillon entfaltet. Der Via crucis, op. 168, bildet den Gegenpart zu Marcel Dupré’s genialer Improvisation und ist ein reizvolles Beispiel für das religiös inspirierte Œuvre Plums. Die beeindruckende Etude concertante, op. 88, sowie die höchst expressiven Trois Pièces, op. 30, ergänzen die überfällige Wiederentdeckung eines bedeutenden Orgelkomponisten.  

 

In der Reihe der bislang unveröffentlichten Orgelbearbeitungen von Josph Callaerts erscheint in diesem Frühjahr die Romanze F-dur, op. 50 von Ludwig van Beethoven, die er durch geschickte Kürzungen für den praktischen Gebrauch in vorzüglicher Weise dienstbar gemacht hat.
 

Neuerscheinungen 2014

 

Höhepunkt der Neuerscheinungen 2014 steht zweifellos die Orgeltranskription der einzigen Orchestersymphonie von Louis Vierne. Thomas Schmögner (Wien) hat dieses weithin unbekannte Meisterwerk kongenial auf die Orgel übertragen. Die Freunde des großen Titularorganisten von Notre Dame werden diese „7.“ Orgelsymphonie mit Interesse zur Kenntnis nehmen.  Thomas Schmögner hat dieses Werk an der Cavaillé-Coll-Orgel (1894) der Pfarrkirche Saint-Antoine-des-Quinze-Vingts in Paris auf CD eingespielt.  

 

Ebenfalls aus der Feder von Thomas Schmögner stammen fünf Bearbeitungen mit Ausschnitten von berühmten Opern Giacomo Puccinis. Mit diesen Bearbeitungen will Thomas Schmögner die alte, auch von Puccini gepflegte Tradition wiederaufgreifen, bekannte Opernmusik zur Freude der Kirchenbesucher auf der Orgel nachzuempfinden. So pflegte der weltberühmte gewordene Puccini  bei seinen gelegentlichen Besuchen in seiner Heimatstadt Lucca immer wieder an verschiedenen Instrumenten der Stadt aus seinen eigenen Werken zu spielen – zur Freude und Begeisterung der Bürger Lucca’s. Auch diese Orgeltranskriptionen hat der Bearbeiter bei Arte nova auf CD eingespielt. 

 

Der Danse Bacchanale aus der Oper §Samson und Dalila“ ist die zweite große Tanzkomposition von Camille Saint-Saëns. In typisch orientalischem Kolorit gehalten, in unterschiedlichen Klangfarben ausgeführt und mit morgenländischen Rhythmen unterlegt hat Saint-Saëns ein fulminantes Tanzstück vorgelegt. Vorliegende Orgelbearbeitung erschließt dieses fulminante Tanzstück für die Königin der Instrumente und zielt damit auf eine attraktive Bereicherung des konzertanten Repertoires.   

 

Ebenso sind drei Sätze aus Saint-Saëns’ Weihnachtsratorium – Prélude, Prière, Final – in Orgelbearbeitungen von Eugène Gigout, Joseph Permann swie dem Herausgeber erschienen. Während Permann das Trio für drei Gesangstimmen in ein Prière überführte, nahm sich Gigout die Freiheit des Bearbeiters, den Finalsatz zu einer größeren Improvisation über den Schlußchor des Oratorie de Noël zu erweitern. 

 

Charles Gounod’s Merche funèbre d’une Marionette erweist sich als humorvolle als eine verschmitzte Parodie auf das Genre des Trauermarsches: er changiert zwischen der Trauer um eine zerbrochene Puppe und der Burleske einer den Trauerzug bildenden Truppe von Marionetten.  

 

Besonderes Interesse bei den Freunden von Charles-Marie Widor wird sich die Sammlung von kleineren Klavierwerken Charles-Marie Widors erfreuen dürfen, die teils nur schwer zugänglich sind und teils hier erstmals erscheinen.  

 

Die Improvisationen über ein altes polnisches Kirchenlied, op. 38 vom prominentesten Vertreter der polnischen Orgelromantik, Mieczysław Surzyński. Diese Variationen  über eine der ältesten christlichen Antiphonen, dem Trishagion, zählt zu den wohl bekanntesten und populärsten Werken des Komponisten. [Mai 2014]

Neuerscheinungen Frühjahr 2013

Nach der freundlichen Aufnahme des Eröffnungsprogramms enthält auch das Frühjahrsangebot 2013 von éditionbon(n)orgue zahlreiche Raritäten und Novitäten: hingewiesen sei insbesondere auf die erstmalige Orgelbearbeitung von zwei Schlüsselwerken César Francks: den beiden Tryptichen Prélude, Choral et Fugue sowie Prélude, Aria et Final. Im zeitlichen Umfeld der Trois Chorals entstanden, atmen sie durch und durch dessen unverwechselbaren musikalischen Duktus: eine Herausforderung für den ambitionierten Organisten und ein Genuß für jeden Freund der Musik des Meister von St.Clotilde.
 

 

Einen weiteren Höhepunkt bildet die erstmalige Orgelbearbeitung einer der bermerkenswertesten symphonischen Dichtungen: Modest Mussorgsky's "Eine Nacht auf dem kahlen Berge", ergänzt von seinem Scherzo B-dur, einer musikalisch dankbaren Annäherung an Mussorgsky's typischer Musiksprache.

 

Drei Bearbeitungen Bach'scher Kantatensätze aus der Feder Alexandre Guilmants, die Reger-Bearbeitung von Christian Sindings Andante aus dessen Klavierquintett, zwei weitere Franck-Bearbeitungen (Violinsonate, Trois Offertoire) sowie fünf Sätze aus dem Oratorium "Die heulige Ludmilla" von Antonin Dvorak bilden weitere  musikalische Leckerbissen für den ambitionierten Organisten. Werke von Bizet/Lemare, Offenbach/Lemare, Beethhoven/Westbroock sowie das Orgelkonzert C-dur von Christian F. Ruppe  ergänzen das Frühjahrsangebot 2013. 

 

Informieren Sie sich über das derzeitige Gesamtangebot auf der Katalogseite. Das Programm von edition bon(n)orgue wird laufend ergänzt und erweitert werden. Auf der Startseite werden wir Sie jeweils über die aktuellen Ausgaben informieren. Und wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie uns. 

 

     

Ohne Musik wäre das Leben ein Irrthum

Friedrich Nietzsche [1888]

 

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"Die Orgel ist doch in meinen augen und ohren der könig aller jnstrumenten - meine Paßion."

Wolfgang Amadeus Mozart

 

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"Orgelspielen heißt einen mit dem Schauen der Ewigkeit erfüllten Willen manifestieren."

Charles-Marie Widor   

 

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"Die Philosophie ist die Königen der Wissenschaften.Sie nimmt unter ihnen ungefähr einen Platz ein wie die Orgel unter den Instrumenten. Sie überblicke sie, fasse sie zusammen [...] zur den Sinn des Lebens erschließenden Synthese, zur schauenden Bestimmung der Stellung des Menschen im Kosmos."

Thomas Mann 

   
 

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Die Orgel ist ohne Zweifel das größte, das kühnste und das herrlichste aller von menschlichem Geist erschaffenen Instrumente, Sie ist ein ganzes Orchester, von dem eine geschickte Hand alles verlangen, auf dem sie alles ausführen kann".

Honoré deBalzac

 

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"Orgelmusik: Vorstellung, es müßte doch etwas geben, das der Grund dieses Klanges wäre; diese Musik kann nicht für sich, aus sich entstanden sein; sie erzeugt dieVorstellung eines höheren Wesens, das ich mir sonst nicht denken kann."

Peter Handke [1977]

 

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